Wahlverwandtschaft - Bodega Xaloc

  • 19 October 2013
  • Redakteur

Wie eine ehemalige Golfplatz-Managerin zu „ausgezeichneten“ Weinen kam.

„Ein guter Wind, der Xaloc - bläst aus Südost, ganz wunderbar für gute Weine“, lacht Christina Schallock. Dem aufmerksamen Leser wird die phonetische Ähnlichkeit zwischen dem Familiennamen und der Bezeichnung des Landguts aufgefallen sein. Kein Zufall! Der mallorquinische Scirocco hat der jungen Bodega kräftigen Aufwind beschert.

Christine Schallok und ihr Wein-Mentor Josep, Hobby-Weinbauer und Vorstand des lokalen Winzerverbandes, spielen dabei virtuos auf der Klaviatur der geringen Stückzahlen. Gerade einmal 12- bis 13.000 Flaschen stellt man her. Da bleibt jede Menge Spielraum für interessante Experimente. So mussten die anfänglich angebauten Riesling-Versuchsreihen mittlerweile anderen Sorten weichen. Auf dem Vormarsch, die Franzosen; vor allem Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah, Chardonnay und Sauvignon Blanc, bevölkern jetzt die Weingärten. Ein weiterer Luxus der Kleinserien: Ausgewählte Einzelparzellen können jeweils auf ein Fass gezogen und anschließend nach Lust und Laune cuvéetiert werden. Die Ergebnisse fallen mitunter hervorragend aus. Der trockene Weiße, auch ein namentlicher ”Xaloc”, perlt herrlich fruchtig-frisch über die Zunge. Wie auch seine zwei roten Brüder, findet er immer mehr Freunde und räumt im Rahmen internationaler Weinvergleiche ordentlich ab. Selbst bei namhaften Wettbewerben, wie der größten internationalen Weinmesse der Welt, der MUNDUS vini, war immer wieder Gold und Silber drin. Der Wein Grand-Prix von Düsseldorf 2010 beglückte den Roten Xaloc gar mit ”großem Gold”.